Bei der Brute-Force-Methode werden alle möglichen Schlüssel nacheinander durchprobiert. Die Reihenfolge wird gegebenenfalls nach der Wahrscheinlichkeit ausgewählt. Diese Methode ist auch bei modernen Verschlüsselungsverfahren sinnvoll, wenn von der Verwendung eines relativ schwachen Passwortes ausgegangen werden kann. Schon auf handelsüblichen Computern können problemlos mehrere Millionen Schlüssel pro Sekunde ausprobiert werden. Ein halbwegs ausgerüsteter Angreifer kann bis zu 75 mio. Schlüssel pro Sekunde (Stand: April 2007) testen.

Angriffe dieser Art auf moderne Verschlüsselungsalgorithmen bei Verwendung ausreichend langer Schlüssel sind in der Praxis aussichtslos, da der erforderliche Rechenaufwand (und damit Zeit- und/oder Kostenaufwand) zu groß wären. Allerdings gelten früher als sicher eingestufte Verfahren und Schlüssellängen heute als unsicher, da der Rechenaufwand eines Brute-Force-Angriffs mit neuer, leistungsfähiger und günstiger Hardware praktisch durchführbar geworden ist.

 

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