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Seitenkanalattacke
Die von dem US-amerikanischen Kryptologen Paul C. Kocher 1996 bekannt gemachte Seitenkanalattacke (engl. side channel attack) bezeichnet eine kryptoanalytische Methode, die mit Hilfe von Informationen außerhalb des eigentlichen Datenkanals (verdeckter Kanal) theoretisch in der Lage ist, den Verschlüsselungsalgorithmus einer Chipkarte, eines Security-Tokens oder ähnlicher Systeme zu brechen. Seitenkanäle sind z.B. die verbrauchte Rechenzeit, der Stromverbrauch, elektromagnetische Abstrahlung, Speicherbedarf, Reaktionen auf Falscheingaben u.ä..
Kocher maß die Rechenzeiten für verschiedene kryptographische Operationen eines PCs, welcher den Digital Signature Algorithm ausführte, und konnte beweisen, dass bei entsprechendem physikalischen Zugriff auf das System und genügend großer Datensammlung eine vollständige Aufdeckung des geheimen Schlüssels möglich ist.
Nach dem (Wieder-)Entdecker Kocher werden diese Angriffe gelegentlich auch als Kocherattacke bezeichnet. Sein Artikel löste umfangreiche Forschungen zur Abwehr von Seitenkanalattacken aus. Echte, illegale Angriffe sind jedoch bisher nicht bekannt geworden.
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